Kater – Das Monster nach dem Rausch

Kater zeigt die Illuwillu Versinnbildlichung eines alkoholbedingten Katers – laut, quälend und unausweichlich.

Alkoholkonsum und seine Folgen

Der Kater ist das Monster danach. Er wartet geduldig im Schatten jeder durchzechten Nacht und fordert früher oder später seinen Tribut. Je ausgelassener, lauter und unbeschwerter die Nacht erscheint, desto härter fällt oft die Begegnung mit dem nächsten Morgen aus.

Das Illuwillu-Artwork „Kater“ beschäftigt sich genau mit diesem Moment. Mit dem Dröhnen im Kopf, dem flauen Magen und dem Wunsch, einfach nur die Decke über den Kopf zu ziehen. Es geht um die Stunden danach, wenn die Euphorie verschwunden ist und aus Leichtigkeit Belastung wird. Der Kater steht dabei nicht nur für die körperlichen Folgen, sondern auch für die Rechnung, die exzessiver Alkoholkonsum hinterlässt.

Denn Alkohol gehört seit Generationen zum gesellschaftlichen Alltag. Er begleitet Feste, Feiern und Rituale, während seine Schattenseiten oft erstaunlich wenig Aufmerksamkeit erhalten. Gleichzeitig wird über die Folgen meist erst gesprochen, wenn sie bereits eingetreten sind.

Die gesellschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums

Während ein Kater meist nach einigen Stunden oder Tagen vergeht, bleiben viele Folgen des Alkoholkonsums deutlich länger bestehen. Sie betreffen Familien, Arbeitsplätze, das Gesundheitssystem und letztlich die gesamte Gesellschaft.

Laut einer Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) verursacht Alkoholabhängigkeit in Österreich jährlich rund 740 Millionen Euro volkswirtschaftlichen Schaden. Darin enthalten sind Gesundheitskosten, Sozialleistungen sowie Produktivitätsverluste durch Krankenstände und Arbeitsausfälle. Allein die direkten medizinischen Kosten alkoholbedingter Erkrankungen belaufen sich auf etwa 374 Millionen Euro pro Jahr.

Gleichzeitig trinken in Österreich rund 1 Million Menschen in einem problematischen Ausmaß, während etwa 370.000 Personen als alkoholabhängig gelten. Alkohol ist damit nicht nur ein individuelles Thema, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung, deren Auswirkungen weit über den einzelnen Rausch hinausreichen.

Das Illuwillu Artwork Kater als Sinnbild

Der Kater wird dadurch zu mehr als einer Figur. Er wird zu einem Sinnbild für eine gesellschaftlich akzeptierte Droge, deren Folgen oft erst sichtbar werden, wenn die Feier längst vorbei ist. Während der Alkohol den Abend begleitet, sitzt der Kater bereits am Ende des Tisches und wartet auf seinen Einsatz.

Typisch für viele Illuwillus zeigt die Figur keine Lösung und erhebt keinen moralischen Zeigefinger. Stattdessen macht sie sichtbar, was oft verdrängt wird: die Rechnung nach dem Rausch. Dadurch wird aus einer scheinbar humorvollen Figur ein Spiegel für den Umgang unserer Gesellschaft mit Alkohol und seinen Folgen.

Quellen und weiterführende Informationen