Rudi Qualle

Rudi Qualle zeigt eine Illuwillu Figur über Macht, Kapitalismus, Profitgier und die Suche nach immer mehr.

„Rudi Qualle“ verbindet die glitschige, schwer greifbare Natur einer Qualle mit einer Figur, die sich geschickt durch wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen bewegt. Im Illuversum steht Rudi Qualle für Gier, Machtstreben, Profitdenken und die Frage, wie viel genug ist, wenn immer mehr das einzige Ziel bleibt. Lautschrift: [ˈʁuːdi ˈkvalə] Ausgesprochen etwa wie: „Rudi Kwalle“.

Mehr ist niemals genug

Rudi Qualle hinterlässt überall einen schmierigen Eindruck.
Nicht unbedingt wegen seines Äußeren, sondern wegen der Art, wie er sich durchs Leben bewegt. Glatt, schwer greifbar und immer auf den eigenen Vorteil bedacht gleitet er durch das Illuversum wie eine Qualle durch trübes Wasser.

In seiner eigenen Wahrnehmung ist Rudi ohnehin etwas ganz Besonderes.

Der Wichtigste.

Der Klügste.

Der Erfolgreichste.

Zumindest würde er das selbst jederzeit behaupten.

Andere Wesen betrachtet er vor allem danach, ob sie nützlich sind oder nicht.
Wertschätzung, Loyalität oder Mitgefühl spielen in seinem Denken meist eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist die Frage, ob sich aus einer Begegnung Profit schlagen lässt.

Denn Profit ist Rudis eigentliche Religion.

Als Investor, Banker und Großaktionär kennt er nur eine Richtung.

Mehr.

Mehr Geld.

Mehr Einfluss.

Mehr Kontrolle.

Ethische Grundsätze betrachtet er dabei eher als hinderliche Nebensache. Geld wird investiert, wenn es mehr Geld erzeugt. Was dabei mit anderen geschieht, interessiert ihn nur selten.

Besonders gerne macht er andere schlecht.
Nicht mit körperlicher Gewalt, sondern mit Worten, Macht, Druck und subtilen Demütigungen. Wer schwächer ist, wird herablassend behandelt. Wer erfolgreicher ist, wird als Konkurrenz betrachtet.

Rudi glaubt fest daran, dass alles einen Preis hat.

Und dass sich alles kaufen lässt.

Manche behaupten sogar, er würde seine eigene Mutter verkaufen, wenn die Rendite hoch genug wäre.

Ob das stimmt, weiß niemand.

Doch kaum jemand würde dagegen wetten.

Trotzdem ist Rudi keine eindimensionale Figur.
Denn hinter seiner Gier steckt auch eine tiefe Angst. Die Angst, nicht wichtig genug zu sein. Nicht reich genug. Nicht mächtig genug.

Vielleicht erklärt genau das, warum ihm selbst riesige Erfolge niemals ausreichen.

Zwischen Gier, Macht und typischem Illuwillu

Rudi Qualle steht für die dunkle Seite des Kapitalismus, in der Wachstum zum Selbstzweck wird und Erfolg nur noch in Zahlen gemessen wird.

Seine Geschichte erzählt von einem Wesen, das alles besitzt und trotzdem niemals zufrieden ist.

Wenn aus Erfolg eine Sucht wird

Rudi Qualle zeigt, wie aus Ehrgeiz Maßlosigkeit werden kann.
Berechnend. Selbstverliebt. Und ständig auf der Suche nach dem nächsten Gewinn.